Ich öffne das WordPress-Dashboard und es leuchtet wieder in Orange: Updates für WordPress, für das Theme und für gleich mehrere Plugins. Spiele ich sie sofort ein oder erst nach einem Backup? Davon hängt ab, ob die Seite am nächsten Morgen noch so aussieht wie am Vorabend.
Viele Unternehmen haben genau so eine Seite: einige Unterseiten, ein Kontaktformular, ein paar Referenzen. Geändert wird dort vielleicht dreimal im Jahr. Trotzdem läuft im Hintergrund ein komplettes Content-Management-System mit Datenbank, Plugins und Login-Seite.
Ist das wirklich nötig? Wir finden: Oft nicht. Wir arbeiten mit beiden Systemen und kennen beide Welten aus der täglichen Praxis.
Statisch heißt: Jede Seite liegt als fertige Datei auf dem Server. Beim Aufruf wird nichts berechnet und nichts aus einer Datenbank geholt, der Browser bekommt, was schon fertig dasteht. Warum das für manche Unternehmen die bessere Lösung ist und für andere nicht, beleuchten wir im folgenden Faktencheck.
Unser Faktencheck: WordPress oder statische HTML-Seite
1. Die Pflege
Bei WordPress müssen Kern, Theme und Plugins aktuell bleiben. Das kostet regelmäßig Zeit, und Updates können sich gegenseitig stören. Ein Plugin, das nicht mehr weiterentwickelt wird, wird mit den Jahren zur Hypothek.
Eine statische Seite braucht deutlich weniger Pflege, ganz ohne kommt aber auch sie nicht aus. Die Plugin-Updates entfallen. Inhalte, Impressum und Datenschutzerklärung, Formulare, Zertifikat und Serverumgebung wollen trotzdem regelmäßig geprüft und aktuell gehalten werden. Dafür gibt es bei uns eine kleine Servicepauschale.
2. Die Sicherheit
Angriffe auf WordPress-Seiten richten sich häufig gegen veraltete Plugins und die Login-Seite. Eine statische Seite hat keine Login-Seite und keine Datenbank, die jemand manipulieren könnte. Die Angriffsfläche ist dadurch deutlich kleiner.
Wo eine Seite ein Kontaktformular braucht, übernimmt ein kleines Skript die Verarbeitung. Dieses Skript sichern wir gezielt ab, etwa mit einem Spam-Schutz.
3. Die Geschwindigkeit
Eine fertige Datei auszuliefern geht schneller, als eine Seite bei jedem Aufruf aus Datenbank, Theme und Plugins zusammenzusetzen. Google bezieht die Ladeerfahrung in seine Bewertung ein, und Besucher haben ohnehin wenig Geduld mit trägen Seiten. Schlanker Code erleichtert außerdem das Auslesen durch Suchmaschinen und KI-Systeme.
4. Die Kosten
Eine statische Seite kommt mit einfachem Webspace aus. Es braucht keine Datenbank, keine Plugin-Lizenzen und keine Notfalleinsätze nach einem misslungenen Update. Eine kleine Servicepauschale für Pflege und Kontrolle kommt dazu, über mehrere Jahre gerechnet fällt der laufende Aufwand trotzdem deutlich geringer aus.
5. Die Bedienung
Hier liegt die Kehrseite. In WordPress ändern Sie einen Text selbst im Editor. Bei einer statischen Seite übernehmen wir das, oder Sie schicken uns die neuen Inhalte. Wenn mehrere Personen regelmäßig Beiträge veröffentlichen sollen, ist WordPress die bessere Wahl.
6. Die Funktionen
Online-Shop, Mitgliederbereich, Veranstaltungskalender mit Zahlung: Dafür gibt es in WordPress ausgereifte Lösungen. Eine statische Seite bindet solche Funktionen über externe Dienste ein, was bei kleinen Anforderungen gut klappt, bei großen aber an Grenzen stößt. Die Terminbuchung auf unserer eigenen Seite läuft zum Beispiel über einen externen Dienst.
Fazit: Der Umstieg lohnt sich, wenn sich Ihre Seite selten ändert
Wenn Ihre Website vor allem Ihr Unternehmen vorstellt, nur gelegentlich Änderungen braucht und schnell und sicher laufen soll, ist eine statische HTML-Seite meist die günstigere und ruhigere Lösung. Wenn Sie viel veröffentlichen, mit mehreren Personen arbeiten oder einen Shop betreiben, bleibt WordPress die richtige Basis.
Wir bauen beides. Sie müssen sich vorher nicht festlegen: Wir schauen uns Ihre Seite an und sagen Ihnen ehrlich, was zu Ihnen passt. Die laufende Pflege übernehmen wir auf Wunsch im Rahmen einer kleinen monatlichen Servicepauschale, bei WordPress genauso wie bei einer HTML-Seite.
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Georg Kamp
Projektleiter, spicy concepts
Georg Kamp hat als Etatdirektor, Creative Director und Projektmanager in mehreren großen Agenturen gearbeitet. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind die Medienproduktion und das Onlinemarketing.
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