Es ist ein grauer Novembertag im Februar.

Das Agenturtelefon klingelt und ich werde in diesem Jahr gefühlt zum zwanzigsten Mal gefragt, ob sich eine Anzeige in den „blauen Seiten*“ lohnt. Wieder einmal hat ein Kunde Besuch vom BlaueSeitenMann* bekommen.

*Name zur Stressvermeidung geändert

Meine Antwort:
Wie viele Ihrer Kunden haben in den letzten 5 Jahren über dieses Verzeichnis zu Ihnen gefunden? – Zwei?

Rechnen Sie: 5 x 500 Euro = 2.500 Euro für zwei Kontakte. Also rund 1.250 Euro für einen Lead. Das lohnt sich, wenn man sehr teure Immobilien oder Sportwagen verkauft. Sonst wohl kaum.

Aber er bekäme auch einen Eintrag im Onlineportal. Klar, sage ich. Wenn ich im Internet was suche gehe ich nicht zu Google sondern auf die Onlinesuche der „blauen Seiten„. Oder etwa nicht?

Nehmen wir einmal an, unser Kunde hat ein Restaurant.

Wenn er für die Hälfte des Geldes Pizza an Bedürftige verteilt hätte, dann hätte er weniger Geld investiert, rund 150 Menschen glücklich gemacht und nebenbei auch eine tolle PR Arbeit geleistet.

Und ja, natürlich hat der BlaueSeitenMann auch was an der angeblich so fehlerhaft programmierten Webseite zu mäkeln. Für nur zweihundert Schleifen bringt er diese auf Platz 1 bei Google.

Moment, wozu? Wir gehen doch nicht zu google sondern auf die blauen Seiten…

 

Liebe Kundinnen und Kunden,

ruft uns an (auch zum 21.ten Mal) wenn ihr überlegt in Printmedien zu subventionieren, die auf einer Palette im Eingangsbereich vom hiesigen Nettomarkt dann vergammeln. Spendet das Geld lieber an den Henri Thaler Verein oder gebt es für sinnvolle Marketingmaßnahmen aus.

 

#onlinemarketing #blaueseiten #restaurant #gastronomie #printwerbung #ruftlieberan

 

Pin It on Pinterest